wegederpraxis

SEMINAR: Transgenerationales Verstehen aus Sicht der Integrativen Therapie (Termine 2027 & 2028)

Termine & Zeiten

Termin 1 (Juni 2027): 20. – 24. Juni 2027
Anmeldeschluss Termin 1: 28. Februar 2027
Stornobedingungen Termin 1: Bis 21.3.27 100% Rückerstattung; bis 30.4.27 50% Rückerstattung.

Termin 2 (Oktober 2028): 1. – 5. Oktober 2028
Anmeldeschluss Termin 2: 30. Juni 2028
Stornobedingungen Termin 2: Bis 30.7.28 100% Rückerstattung; bis 27.8.28 50% Rückerstattung.

Arbeitszeiten: Anreise jeweils ab 14:00 Uhr; Beginn: 16:00 Uhr; Ende: 12:00 Uhr (42 AE à 45 Min.)
Ort: Seminarhaus “Der Baum”, A-4565 Inzersdorf, Am Inslingbach 17
Seminargebühr: € 980,– (max. 10 Teilnehmerinnen)


Inhalt

Geschichte und Schicksale der Herkunftsfamilie haben für die Individuation des Menschen elementare Bedeutung. Dabei spielen nicht allein die konkreten Lebenserfahrungen eine Rolle, die wir biographisch mit anderen Mitgliedern der Familie gemacht haben. Wir werden in gewachsene Dynamiken hineingeboren, in denen, schon weit vor unserer Ankunft, vielfältige Kräfte aufeinander einwirken konnten – „transgenerationale Dynamiken“, die uns nicht nur „psychisch“, sondern immer gleich in unserer ganzen „Leiblichkeit“ ergreifen.

Sie stammen aus den Familientraditionen, den Lebenswegen beider Eltern, allen historischen Ereignissen mitsamt ihrer jeweiligen Verarbeitung. Sie ragen entweder als „erzählkonkrete Familienmythen“ oder auch als tabuisierte, „ungerichtete Atmosphären“ in den familiären Raum hinein. Sie können wichtige ressourcenvolle, aber auch belastende Einflussfaktoren in der Entwicklung von Persönlichkeit und Identität darstellen.

Aus diesen über die Generationen laufenden „Mentalisierungsprozessen“ entwickeln sich Überzeugungen, Narrative und Werteorientierungen, mit denen wir uns als Kinder von Beginn an und auch als Erwachsene lebenslang bewusst und unbewusst auseinandersetzen – „transgenerationale Identifikationen“.

Im ökobiopsychosozialen Modell der Integrativen Therapie stehen die Verarbeitungsformen der „repräsentationalen Familie“ mit denen der „biografischen Erfahrungen“ auf gleicher Ebene, wenn es darum geht, einenteils die Resilienzen, andernteils Linien der Krankheitsentstehung diagnostisch und behandlungsrelevant nachzuzeichnen.

In diesem Seminar soll die individuelle Verarbeitung transgenerationaler Dynamiken über diagnostische Techniken – Genogramm, Leibarbeit und szenische Arbeit – sichtbar und für die therapeutische Arbeit nutzbar gemacht werden. Heterotope Wissensstände werden dabei unsere phänomenologische Arbeitsweise abstützen. Methodische Abgrenzungen der Integrativen Therapie zur sogenannten „Aufstellungsarbeit“ werden (theoretisch, methodisch und praktisch) aufgezeigt.

Dieses Intensivum richtet sich an angehende und fertig ausgebildete Psychotherapeutinnen, die sich um die transgenerationale Dynamik ihrer eigenen Herkunfts- oder Aktualfamilie kümmern und gleichzeitig die phänomenologische Exploration, transgenerationale Diagnostik und systemische Interventionsformen im Integrativen Ansatz erlernen möchten.

Mitzubringen

Informationen über die Verwandtschaft über 3–4 Generationen sowie deren Schicksale (mit der Anmeldung wird eine Checkliste verschickt); Jaxon-Wachmalkreiden (24 Farben), Schreibzeug, bequeme Kleidung.

Übernachtung & Verpflegung

Vegane Vollverpflegung (3 Mahlzeiten, ca. € 180,–). Zimmer bitte selbst buchen, es gibt im Haus unterschiedliche Kategorien (Einzel-, Mehrbettzimmer und Appartements). Für den Aufbau der Beziehungen der Teilnehmer*innen untereinander und der Kohärenz in der Gruppe ist die Übernachtung im Haus ausdrücklich erwünscht.

Seminarleitung

Leitung: Peter Osten, MSc (München)
Co-Leitung: Mag. Dr. Gunhild Häusle-Paulmichl, MSc (Feldkirch / Gunskirchen)

Anmeldung & Bezahlung

Anmeldung per E-Mail an Peter Osten: mail@peterosten.de
Überweisung (bitte erst nach Erhalt der Anmeldebestätigung) an: Peter Osten, Stadtsparkasse München (IBAN: DE29701500000098202641, BIC: SSKMDEMM).

Anrechnung: Auf Antrag an die ÖAGG kann die Weiterbildung als Wahlpflichtfach im Fachspezifikum IT/ÖAGG Fachbereich „Integrative Therapie“ anerkannt werden [42 AE].